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Warum eigentlich beten?

Kennst du auch diesen Gedanken: „Gott weiß sowieso alles und er weiß auch schon, was kommen wird… Warum soll ich eigentlich beten“? Solche Gedanken kommen oft, wenn wir für die gleiche Sache schon unzählige Male gebetet haben und sich scheinbar nichts tut oder wenn wir keine Lust haben, zu beten und so viele andere Dinge so viel wichtiger erscheinen.

Aber es gibt gleichzeitig viele gute Gründe, zu beten, zum Beispiel…

1. Weil es meine Aufgabe ist.

Der Apostel Paulus schreibt in seinem Brief an die Philipper: „Sorgt euch um nichts, sondern in allen Dingen lasst eure Bitten in Gebet und Flehen mit Danksagung vor Gott kundwerden! …“ (Philipper 4,6).

Das ist eine Aufforderung, gleichzeitig entlastet diese uns aber: Wir müssen uns keine Sorgen machen, denn wir haben einen Gott, der für uns sorgt. Wenn wir ihn an unserem Leben teilhaben lassen, werden wir auch seinen Frieden erfahren, wie Paulus weiterschreibt: „… Und der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft, wird eure Herzen und Sinne in Christus Jesus bewahren“ (Philipper 4,7).

2. Weil es zu einer Beziehung dazu gehört.

Was macht Freundschaft so schön? Die Dinge, die man gemeinsam erlebt, die Gespräche, der Austausch. Jede Beziehung lebt von Kommunikation und unsere Beziehung zu Gott ist da keine Ausnahme, im Gegenteil! Jesus selbst nahm sich regelmäßig Auszeiten, in denen er allein Zeit mit seinem himmlischen Vater verbracht hat – und wenn er das gebraucht hat, dann wir umso mehr.

3. Weil Gott es liebt, wenn ich ihn frage.

„Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan“ (Matthäus 7,7).

Anscheinend freut sich Gott, wenn wir ihn bitten. So, wie auch Eltern sich freuen, wenn ihre Kinder zu ihnen kommen und sie fragen. Dabei geht es ihnen nicht darum, dass ihre Kinder alles so eloquent wie möglich ausdrücken – sie freuen sich einfach daran, dass ihre Kinder darauf vertrauen, dass ihre Eltern sie versorgen. Wenn die meisten irdischen Eltern schon alles dafür tun, dass ihre Kinder alles haben, was sie brauchen, wie viel mehr wird unser himmlischer Vater sich um uns kümmern (vgl. Matthäus 7,9-11).

4. Weil Gott mir die Möglichkeit gegeben hat, Dinge in seiner Welt mitzugestalten.

„It’s an amazing thought that God invites us into the process of transformation through prayer” (John Teter, “The Power of the 72”).

Gott hat sich dazu entschieden, uns Verantwortung zu geben. Jeder Mensch hat die Verantwortung, sich für oder gegen Gott zu entscheiden. Jeder Christ hat die Verantwortung, zu beten, dass Gottes Reich kommt und sein Wille geschieht (vgl. Matthäus 6,10). Unser Gebet hat Auswirkungen, die bis in die Ewigkeit reichen.

5. Weil es mir Gottes Perspektive auf mein Leben gibt.

Gebet verändert nicht nur meine Situation, meine Beziehungen und andere Menschen. Vor allem verändert Gebet mich selbst. Wenn ich Zeit mit meinen Freunden verbringe, werde ich ihnen ähnlicher. Ich kann ihre Ansichten besser nachvollziehen, ich verstehe, warum sie so handeln, wie sie handeln. Wenn ich Zeit mit Gott verbringe, lerne ich genauso, seine Ansichten besser zu verstehen. Ich lerne sein Herz kennen und das verändert mein eigenes Herz.